Die Verunsicherung und die Kunst

30. September – 4. November
Ausstellung mit Werken von Horst Haitzinger
jeweils Mittwoch bis Sonntag von 11-17 Uhr – Deckerhalle, Herzogsägmühle
und im Studienhaus Gut Schönwag, Wessobrunn (nach Absprache)

Von 30. September bis 4. November 2018 zeigt Horst Haitzinger Karikaturen und Ölbilder in einer Gemeinschaftsausstellung in der Deckerhalle der Diakonie Herzogsägmühle, Peiting und im Studienhaus Gut Schönwag, Wessobrunn. Die Ausstellung wird am 30. September um 14 Uhr in der Deckerhalle mit dem Künstler eröffnet. Anschließend findet um 16 Uhr in der Reihe SCHÖNes WAGen im Studienhaus Gut Schönwag ein Künstlergespräch statt zum Thema: „Die Verunsicherung und die Kunst“.

Horst Haitzinger wurde am 19. Juni 1939 in Eferding (Österreich) geboren. Er studierte Malerei und Grafik in München. 1958 erschienen seine ersten politischen Karikaturen im „Simplicissimus“. Seit Abschluss des Akademiestudiums ist Haitzinger freiberuflich tätig als Maler und Karikaturist für viele bekannte Zeitungen und Zeitschriften. Seine Zeichnungen und Ölbilder (fantastischer Realismus) sowie seine politischen Karikaturen werden auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Haitzinger lebt und arbeitet in München.

Karikaturen, ja, allgemein die politische Satire, gewinnen Ihren Reiz aus einer ironischen Überzeichnung der Wirklichkeit. Wir lachen über den Bild- und Wortwitz. Wenn das Mittel der Überzeichnung eine eigentlich schwer bestimmbare Schwelle überschreitet, bleibt uns aber das Lachen im Hals stecken und wir finden es gar nicht mehr witzig.
Horst Haitzinger äußert sich in einem Interview (Südwest Presse, 31.12.2016) zu dem wohlbekannten Satz von Kurt Tucholsky: „Was darf Satire? Alles“. Dort erfährt man von dem Zeichner und Maler, dass er von dem Spruch rein gar nichts hält. „Satire darf eben nicht alles. Ich schätze Tucholsky sehr. Aber wenn der jemals einen Blödsinn gesagt hat, dann war es dieser Satz.“ Deshalb lautet das Thema in der Schönwager Gesprächsreihe: „Die Verunsicherung und die Kunst“.
An dem Nachmittag in Schönwag wirken noch zwei Künstler der Gruppe „Café Unterzucker“ mit: Richard Oehmann, u.a. Autor des diesjährigen Singspiels auf dem Nockherberg und Tobias Weber, der u.a. dort mitkomponierte und mit Musik machte. Beide sind mit ihren so leicht daherkommenden aber stets mit feiner Ironie versehenen Liedern, an diesem Nachmittag mehr als eine „Begleiterscheinung“.

Die Moderation der Vernissage in der Herzogsägmühle und bei der Gesprächsreihe SCHÖNes WAGen übernimmt der Direktor der Herzogsägmühler Diakonie, Wilfried Knorr.

Das Gesamtprogramm wird verantwortet und gestaltet vom Evangelischen Erwachsenenbildungswerk im Dekanat Weilheim, der Diakonie Herzogsägmühle, Peiting und der Studienhaus-Stiftung Gut Schönwag, Wessobrunn.

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