Magdalena Himmelstürmerin

Mash-up-Theater nach einem Roman aus der Lutherzeit von Rudolf Herfurtner.

Vor 500 Jahren hat sich die Welt verändert. Gutenberg entwickelte den Buchdruck, der die Gedanken des Aufbruchs verbreitete. Der Humanismus stellte das Individuum in den Mittelpunkt und Christopher Kolumbus entdeckte die neue Welt.

Das Theaterstück erzählt die Geschichte von Magdalena, einem gewöhnlichen jungen Menschen. Die kleine, überschaubare Welt der zwölfjährigen Magdalena gerät aus den Fugen, als ihr Vater und ihr geliebter kleiner Bruder bei einem Bergwerksunglück ums Leben kommen. Statt für einen Arzt gibt die Mutter ihr Geld für Ablassbriefe aus. Als sie die kleine Kate nicht mehr halten kann, wird Magdalena ins ferne Wittenberg zu ihrer Tante Elsbeth geschickt. Dort trifft sie nicht nur Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen, sie hört auch einen gewissen Doktor Luther, bei dem Veit Theologie studiert. Für Magdalena öffnet sich die Tür zu einer neuen Welt, zu einem neuen Leben. Sie erkennt, wie Luthers Gedanken sie ermutigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Dass sie dabei in eine Liebesgeschichte gerät kann nicht ausbleiben. So gefährlich ist das selbst in die Hand genommene Leben, dass sie plötzlich in einer Dreiecksbeziehung steht zwischen dem Studenten Veit und dem Straßenräuber Rasso.

Durch die Geschichte der Himmelstürmerin Magdalena erfahren wir Geschichte, wo wir herkommen, aber auch, wo wir hin müssen, als Mensch, aber auch als Kirche. Wir sehen, wie Glaube, Religion und Welt zusammenhängen, damals 1517 und heute, gesellschaftlich und individuell. Durch die Dramatisierung der Geschichte in ein Mash-up-Theater wird ein Gemeinschaftserlebnis, wird der Geist der Reformation spürbar.

Das aus dem Buch entstandene Mash-up-Theater schrieb und inszeniert Dieter Kirsch.
Die Orgelmusik dazu steuert Wilko Ossoba bei.

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