Studienreise nach Siebenbürgen/Rumänien

Datum: 23.-29. April 2018
Kosten: 850 Euro pro Person im Doppelzimmer (Einzelzimmerzuschlag: 98 Euro)
Reiseleitung: Pfarrer Jost Herrmann und Pfarrer Dirk Wnendt

Reiseprogramm

Änderungen vorbehalten

  1. Tag: Anreise nach Rumänien und Stadtrundgang in Sibiu
    Vom Flughafen Hermannstadt (Sibiu) geht es zunächst zur Unterkunft in einem zentral gelegenen Hotel. Nach einer Erfrischungspause machen wir einen Stadtrundgang in Hermannstadt und besichtigen die evangelische Kirche, Casa Luxemburg, die Lügenbrücke und weitere Hermannstädter Sehenswürdigkeiten.
    Anschließend Abendessen in Hermannstadt.

  2. Tag: Hermannstadt – Altana – Birthälm – Schäßburg
    Nach dem Frühstück fahren wir zuerst nach Altana (Alzen) und besichtigen die Alzener Kirchenburg. Sie liegt auf einem Hügel im Westen der Ortschaft und wird von einem doppelten, fast kreisrunden Mauerring umschlossen. Von hier aus geht die Fahrt weiter bis Birthälm (Biertan). Dort werden wir die überdimensionale Kirchenburg besichtigen, die über dem Dorf thront. Sie diente fast 300 Jahre den evangelischen Bischöfen als Sitz. Unser nächstes Ziel ist Schäßburg (Sighisoara). Hier werden wir einen Stadtrundgang machen, bei dem wir u.a. das Haus des walachischen Fürsten Vlad III, die Bergkirche und die Bergschule besichtigen.
    Abendessen und Übernachtung in Schäßburg.

  3. Tag: Schäßburg – Targu Mures – Bistritz – Gura Humorului
    Am nächsten Morgen geht es nach Norden bis wir Targu Mures (Neumarkt) erreichen. Hier werden wir den eindrucksvollen Kulturpalast (Jugendstil) besuchen und einen Spaziergang auf der Rosenallee machen. Weiterfahrt nach Bistritz (Bistrita), dort angekommen werden wir im Stadtzentrum die evangelische Stadtpfarrkirche mit ihrem 75 Meter hohen Turm besichtigen, deren Bau im Jahr 1470 begonnen wurde. Die Kirche besitzt eine Orgel von Johannes Prause (1755 – 1800), einem Orgelbauer aus dem preußischen Schlesien, der sich 1778 im südlichen Teil Siebenbürgens im damals österreichischen Kronstadt (Brasov) niederließ und in dessen Umkreis zahlreiche barocke Instrumente baute. Von Bistritz geht es dann über die Ostkarpaten in die historische Landschaft Bukowina (Buchenland) zu den Moldauklöstern (UNESCO Weltkulturerbe) bis nach Gura Humorului (Gura Humora).
    Dort Zimmerbezug für zwei Nächte.

  4. Tag: Voronet – Moldovita – Sucevita – Humor – Gura Humorului
    Der heutige Tag ist einigen der bedeutendsten Klöstern im Buchenland gewidmet. Zuerst fahren wir zur „Sixtinische Kapelle des Ostens“, dem Kloster Voronet. Diesen Beinamen bekam es wegen der besonders kunstvollen Ausführung der Fresken. Das zweifelsohne beeindruckendste Fresko ist die Darstellung des Jüngsten Gerichts an der Westfassade der Kirche. Anschließend besuchen wir das Kloster Moldovita. Hier werden wir von einer der Nonnen empfangen, die uns nicht nur die Außen- und Innenfresken der Kirche erklären, sondern auch etwas über die orthodoxe Spiritualität und den Alltag im Kloster erzählen wird.
    Auf dem Weg zum Kloster Sucevita legen wir eine kurze Pause in Marginea ein, wo wir eine Keramikwerkstatt besuchen. Das Kloster Sucevita trägt den Beinamen „die Perle der Moldauklöster“. Sowohl die Anlage als auch die Fresken sind sehr gut erhalten. Hier ist eine seltene Darstellung der „Stufenleiter der Tugenden” auf der Nordfassade der Kirche zu bewundern.
    Als letztes Kloster besichtigen wir Humor. Es gilt als eines der Ältesten in diesem Teil des Landes.
    Danach Rückfahrt nach Gura Humorului.

  5. Tag: Gura Humorului – Agapia – Varatec – Bicaz – Brasov
    Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden und der erste Halt wird in Agapia beim gleichnamigen Nonnenkloster sein. Anlässlich der Umwandlung des Klosters in ein Nonnenkloster Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die erste vollständige Restaurierung durchgeführt. Die gesamte Innenmalerei und die Ikonostasen wurden von Nicolae Ion Grigorescu, einem der Mitbegründer der modernen rumänischen Malerei erstellt. Von hier aus werden wir eine leichte Wanderung über die Hügel der Moldau bis zum Kloster Varatec machen. Danach geht es weiter in den Süden. Ein kurzer Halt beim Mördersee – Lacul Rosu – und dann über die spektakuläre Bicaz Klamm nach Siebenbürgen zurück. Weiterfahrt nach Brasov (Kronstadt), wo wir dann in einem zentralen Hotel für zwei Nächte übernachten werden.

  6. Tag: Brasov – Prejmer – Bran – Poiana Brasov
    Vormittags machen wir einen Stadtrundgang, bei dem wir die wichtigsten Kronstädter Sehenswürdigkeiten wie die Schwarze Kirche, das Rathaus mit Rathausplatz, das Katharinen Tor und die Kirche Heiliger Nikolaus besichtigen.
    Anschließend werden wir eine der besterhaltenen Kirchenburgen in Prejmer (Tartlau) besuchen, wo auch die „Todesorgel“ zu sehen ist. Heute steht diese Kirchenburg auf der Liste der UNESCO.
    Danach machen wir uns auf den Weg zum bekannten Schloss Bran (Törzburg). Die Burg wird den Touristen als Draculaschloss präsentiert, da es dessen Beschreibung in Bram Stokers Roman „Dracula“ ähnelt. Das historische Vorbild der Romanfigur ist der walachische Fürst Vlad III, der das Schloss aber wahrscheinlich nie betreten hat. Für das Abendessen fahren wir in den Wintersportort Poiana Brasov (Schulerau) in ein Restaurant mit rumänischer Folklore.
    Anschließend Rückfahrt nach Kronstadt ins Hotel.

  7. Tag: Brasov – Wolkendorf oder Zeiden – Sinaia – Flughafen Bukarest
    Nach dem Frühstück fahren wir in die evangelische Kirche in Wolkendorf oder Zeiden, wo wir an einem deutschsprachigen Gottesdienst teilnehmen können. Im Anschluss fahren wir zum Schloss Peles in Sinaia. Das Schloss wurde zwischen 1873 und 1883 für König Carol I von Rumänien gebaut und diente ihm bis zu seinem Tod 1914 als Sommersitz. Es ist einzigartig in der rumänischen Architektur. Im darin befindlichen Museum können wir u.a. auch Werke von Gustav Klimt besichtigen.
    Anschließend geht es zum Flughafen nach Bukarest und wir treten die Heimreise an.

Anmeldung

Die Ausschreibung für die Studienreise erhalten Sie in der Geschäftsstelle des Evangelischen Bildungswerks.

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